Building Information Modelling (BIM)

Bereits seit 2009 arbeiten wir im Büro Homann Architekten mit dem BIM-Werkzeug Autodesk Revit. Durch die vertiefte Auseinandersezung mit dem Thema auch innerhalb des LL.M. Studienganges und der rechtlichen Auseinadnersetzung, können wir auch Bauherren und Planungspartner in puncto Building-Information-Modellig beraten. Wir sehen uns als innovatives Unternehmen und als Vorreiter auf diesem Gebiet.  Es ermöglicht uns zudem einen Vorsprung im Bereich der Planung und Objektüberwachung für den Umgang mit der BIM-Planungsmethode auszubauen. Homann Architekten steht Ihnen nicht nur in diesem Bereich gerne als kompetenter Partner zur Seite.  

UNSER ENGAGEMENT IM BEREICH BIM

  Engagement im Bereich BIM
  • Masterthesis an der Universität Marburg 2016 
  • BIM-AG im Rahmen des AKG - Architekten Krankenhausbau und Gesundheitswesen e.V.
  • Webinare 'BIM & Recht' für das CAD-Studio Köln/ Hamburg
  • Vortragsveranstaltung 'BIM in der Praxis und rechtliche Aspekte' für die Bauabteilung von  Asklepios Hamburg
  • Implementierung von BIM bei der Fa. Oventrop, Brilon
  • Implementierung von BIM bei der Fa. Dallmer, Arnsberg
  • Kongressveranstaltung 'BIM & Recht' CAD-Studio Berlin
  • Kongressveranstaltungen 'BIM in der Praxis' für Oventrop, Hamburg/Frankfurt/München
  • Beratung und Vorstellung von BIM für Bundestagsabgeordnete und Landtagsabgeordnete Wahlkreise Hochsauerland/Paderborn
Aktuelle „BIM- Projekte“
  • Klinikum Chemnitz gGmbH: Sanierung und funktionale Umstrukturierung Perinatalzentrum und Frauenklinik (5 Teilprojekte)
  • Stadt Winterberg: Erweiterung und Umbau der Verbundschule Winterberg in eine Sekundarschule
  • Caritas Verband Brilon: Umbau eines Werkstattgebäudes
  • JEC GmbH Brilon: Neubau einer Wohnanlage 
  • Familie F.: Sanierung und Erweiterung eine denkmalgeschützten Bauernhauses
  • Herr H.: Sanierung und Umnutzung eines denkmalgeschützten Wohngebäudes zu Büronutzung
  • Familie S.: Sanierung und Erweiterung eines Dreifamilienhauses

Begriffsdefinition und Erläuterung zur BIM-Planungsmethode

Die Abkürzung BIM – ausformuliert als Building-Information-Modelling – wird wie folgt in der Literatur definiert:

„Building Information Modeling (BIM) ist eine Planungsmethode im Bauwesen, die die Erzeugung und die Verwaltung von digitalen virtuellen Darstellungen der physikalischen und funktionalen Eigenschaften eines Bauwerks beinhaltet. Die Bauwerksmodelle stellen dabei eine Informationsdatenbank rund um das Bauwerk dar, um eine verlässliche Quelle für Entscheidungen während des gesamten Lebenszyklus zu bieten; von der ersten Vorplanung bis zum Rückbau.“ (BIM-Leitfaden Deutschland)

BIM steht nicht nur für die konstruktive, enge und kooperative Zusammenarbeit der Planungsbeteiligten während der Planungsphase, sondern reicht bis hin zum Unterhalt der Immobilie bzw. zum Rückbau des Gebäudes, der Gleise, Straßen oder Kanäle etc.

Als Zielsetzung des BIM-Planungsprozesses kann die Verwaltung und Zusammenführung aller projektrelevanten Eigenschaften und Angaben gemäß obenstehender Definition verstanden werden.

Neben den üblichen starren Eingaben einer zweidimensionalen Zeichensoftware, stellen die BIM-Zeichnungsprogramme wie Autodesk Revit oder Nemetschek Allplan die eingegebenen Daten intelligent in einer zentralen Datenbank zusammen.

Ähnlich der analogen Zeichentechnik mit einem Tuschestift werden auch in den herkömmlichen Zeichnungsprogrammen, wie AutoCAD, lediglich Striche und Linien zweidimensional gezeichnet. BIM-Zeichnungsprogramme stellen dem Nutzer vordefinierte Bauteildefinitionen, beispielsweise zu Wänden, Decken etc., zur Verfügung. Die Definition von neuen Bauteilen und Qualitäten ist immer möglich. Mittels dieser definierten Bauteile werden die Wände in den gewünschten Abmessungen – Höhe, Breite, Tiefe – und Qualitäten erstellt. Hinsichtlich Qualitäten besteht u.a. die Auswahl zwischen Trockenbau oder Mauerwerk mit Wärmedämmverbundsystem oder Klinker. Alle qualitativen und quantitativen Eingaben werden hierbei intelligent in der zentralen Datenbank abgelegt und können durch die verschiedensten Auswertungs-, Darstellungs- und Simulationstools genutzt werden. Möchte der Nutzer nun ein VOB-Aufmaß getrennt nach Wandtypen, Mauerwerk und Trockenbau jeweils in den verschiedenen Wandstärken erstellen, so ist dies natürlich nur dann möglich, wenn vorab die verschiedenen Qualitäten an den entsprechenden Wänden definiert beziehungsweise eingegeben wurden. Es kann also lediglich die Information abgerufen oder ausgewertet werden, die vorab auch eingegeben wurde.

Zahlreiche Fehleinschätzungen zur BIM-Arbeitsweise oder BIM-Software von Bauherren, Planern oder Projektsteuerern steigern die Erwartungshaltung an BIM.

Die gesamte Eingabe bezieht sich nicht nur auf die Leistung des Architekten, sondern auf alle Planungsbeteiligten. Nachdem der Architekt das intelligente Gebäudemodell erstellt hat, wird es den übrigen am Projekt fachlich Beteiligten zur Verfügung gestellt. Dies funktioniert üblicherweise auf Grund der erhöhten Datenmenge nicht im Datenausaustausch per Email, sondern auf sogenannten Datenplattformen auf Büroservern oder online Servern, Cloud-Systemen oder bürointernen Servern mit VPN-Clients.

Auf der dreidimensionalen Datengrundlage können die Planer in die Ausarbeitung ihrer Beiträge mittels der kompatiblen BIM-Software beginnen. Über herstellereigene oder standardisierte, herstellerübergreifende Datenschnittstellen (zum Beispiel IFC-Schnittstelle) werden die Beiträge fachlich beteiligter Planer importiert und zusammengeführt.

Das intelligente Gesamtmodell funktioniert nur, wenn das jeweilige BIM-Werkzeug optimal genutzt wird und die Planer und Nutzer das System leben. So müssen künftig auch innerhalb der Planung bereits zahlreiche Ein-/ Angaben neben den Massen, Stückzahlen und Beschaffenheit getätigt werden. Diese waren in dem bisher üblichen Planungsprozess auch darzustellen, wobei innerhalb der Erstellung des intelligenten Modells bereits zahlreiche Angaben in einer früheren Planungsphase eingepflegt und geplant werden müssen, als die konventionelle Planungsmethode es erfordert. Die BIM-Planungsmethode stellt keine Bauteile dar, ohne dass die Qualitäten benannt werden. Daher wird bei der zeichnerischen Umsetzung immer ein Wandtypus, wie Trockenbauwand oder Mauerwerkswand ausgewählt. Es kann innerhalb der Darstellung aber ausgewählt werden, ob die Qualität schon durch die entsprechende Schraffur im Plan abgebildet wird.

Innerhalb der herkömmlichen Planungsmethode werden Bauteile durch einfache Strichzeichnungen ohne Angabe einer Qualität dargestellt. Erst in späteren Planungsschritten wird das Bauteil u.a. durch eine Schraffur-Darstellung qualifiziert.

Projektdarstellung in 3d

Grundvoraussetzung für die Ausführung der BIM-Planungsmethode ist die dreidimensionale Darstellung des Bauvorhabens innerhalb einer intelligenten Datenbank.

Integration der Fachplanungen

Die Trassenführung der Medienplanung HLS und ELT wird per offener Schnittstelle (IFC) oder Revit-intern in die 3d Planung eingefügt. Eine sogenannte 'clash-detection' kann anschließend durchgeführt werden. Das hier dargestellte Beispiel wurde zusammen mit unserem Partner Planungsgruppe M+M AG, Dresden entwickelt.

Ihr Nutzen von Building-Information-Modelling

Building Information Modelling stellt die gesamte Baubranche vor eine Herausforderung, die aber gleichzeitig die Problemstellungen von Bauprojekten, wie der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Flughafen in Berlin, lösen soll. Die Planungsmethode bedeutet ein Umdenken in dem Berufsfeld der Planer und auch Juristen. Architekten müssen ein neues Werkzeug erlernen und eine neue Arbeitsweise und -methode begreifen und leben. Die Juristen müssen in allen Belangen die vertraglichen Grundsteine legen und vertragliche Risiken und Probleme erahnen.

Gescheiterte Projekte in puncto Kosten und Terminen treibt den Wunsch des Bauherren an, die Bauvorhaben transparenter darstellen zu lassen, Kosten sollen plausibler und detaillierter ermittelt werden, der Bauprozess soll für alle verständlich animiert werden, aber auch Planungsfehler sollen miniert werden. Planungszeiten müssen aufgrund enger wirtschaftlicher Projektstrukturen verkürzt werden. Diese Aufgaben kann und soll die BIM-Planungsmethode insgesamt lösen.

Es ist heute schon möglich detailliert Kosten aus einem dreidimensionalen BIM-Modell zu ermitteln und auch Kostenentwicklungen plausibel darzustellen.

Der Bauablauf kann mittels eines Bauablauffilmes dargestellt werden. Durch die visuelle Prüfung fallen Probleme bereits in der Planung auf und nicht erst auf der Baustelle.

Innerhalb einer Kollisionsprüfung wird geprüft, ob sich Leitungswege der Medien sauber in verschiedenen Höhenlagen kreuzen oder ob sie kollidieren.

Alle Lösungen erscheinen nicht auf Knopfdruck, sondern können nur durch eine ordentliche Eingabe in das intelligente Modell erarbeitet werden.

Die Organisation eines mit der BIM-Planungsmethode durchzuführenden Projektes bedeutet für die jeweiligen Planer, Bauherren, Betreiber und Nutzer eine konsequente Umstrukturierung der technischen Fähigkeiten und der Hardware Peripherie des Unternehmens. Prinzipiell müssen alle Mitarbeiter bereit sein, die neue Planungsmethode anzuwenden. Der Umgang mit dem neuen Werkzeug ist deutlich komplexer als ein normales zweidimensionales oder dreidimensionales Zeichnungswerkzeug.

Mit Anlauf des Projektes bedarf es zahlreicher interner und externer Absprachen zu technischen Einstellungen. Es geht dabei darum, wie zum Beispiel die Daten synchronisiert werden oder wie einzelne Mitarbeiter intern zusammen an nur einer Datei beziehungsweise an einem Modell arbeiten können. Selbst die Kommunikation könnte über ein Cloud-basierendes Modell zusammengeführt werden und die Kommunikation per Email ersetzen. Textnachrichten können hier an Bauteilen verortet werden. Änderungswünsche und Koordinationsprobleme können somit durch die Projektbearbeiter im Modell beschrieben werden.

Prinzipiell müssen aber nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Zu klären gilt aber, welche Prozesse und Leistungen zwingend notwendig sind und welche zusätzlich ausgeführt werden sollen. Die BIM-Planungsmethode kann wie in Abbildung 3 in alle Phasen des Projektes angewandt werden.

Als Schlusspunkt der Planung und Bauausführung wird der Architekt immer die Aufgabe der Dokumentation der Planung samt Qualitäten bearbeiten. Eine Übergabe der Daten an das Facility Management, Bauherr oder Betreiber muss organisiert werden. In diesem Punkt wird eindeutig einer der größten Vorteile der BIM-Planungsmethode gesehen, da in dem Modell alle Daten der Planung, der Bauphasen und der Daten zum Betrieb zusammengestellt werden können. Der Betreiber hat innerhalb des intelligenten Modells alle Daten immer per Mausklick griffbereit.

 

Zögern sie nicht länger, sprechen sie uns an!

Stellen Sie uns gerne Ihre Fragen zum Thema Durchführung des Bauplanungsprozesses mit der BIM-Planungsmethode. Gerne organisieren wir Ihre Projekte sowohl im Bereich der BIM-Koordination als auch in der Projektsteuerung.  

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DOWNLOADBEREICH BIM

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17.05.2017 CADSTUDIO KEYNOTES 2017 (Zum Download auf das Bild klicken.)